2020 ….

….oder doch auch die Jahre davor? Oder die Jahre danach?
Eigentlich juckt es eh niemanden. Seit nunmehr Jahren, genauer betrachtet eigentlich mein ganzes Leben – abgesehen von 18 guten Jahren – durchlebe ich eigentlich nur Scheiss.

Nach dem Tod meiner Frau Ende 2013 geht mein Leben eigentlich nur noch auf Talfahrt. Permanente Erschöpfung, ständiger Ärger und null Familie im Rücken prägen den Alltag. Beruflich voll im Leben, als Vater (und Mutter) vielleicht auch ein Guter aber sonst vollkommen alleingelassen. Mit Belehrungen, Besserwissereien, heuchlerischen Bekundungen und Vorwurfsgelaber muss ich mich ständig auseinandersetzen. Hinzu kommt die völlige Ignoranz gegenüber meinem Sohn. Niemand interessiert sich für ihn. Seit dem Tod seiner Mama gab es niemanden, der ihm auch nur ansatzweise ein bisschen Liebe schenkte, niemand der für ihn was übrig hatte.

Er ist mit seiner Trauer allein gelassen worden, mit seiner Pubertät und auch allem anderen. Real betrachtet hat er eigentlich eine riesige Familie – aber ebenso wie sein Vater, also ich, hat niemand ernsthaftes Interesse an ihm gezeigt. Nun wird er bald volljährig – ein Führerschein, eine Wohnung, … ja, davon träumt er. Aber wo sich in anderen Familien die Familienmitglieder Gedanken machen, wird er einfach nur ignoriert.

Leider spiegelt sich meine Kindheit bei ihm. Leider sind all die Menschen, die ihm eigentlich hätten nahe stehen müssen, mit sich selbst mehr beschäftigt als dass sie auch nur einen Hauch Empathie für ihn entwickelt hätten. Ich kenne diese Ignoranz aus meinem eigenen Leben – besonders meinem sehr jungen. Dass es sich so entwickelt, dass mein Sohn auch Opfer dieser empathielosen und egoistischen Menschen wird,

Sicherlich denkt der eine oder andere – ach schau, der Olli jammert eh nur rum oder “selbst schuld, kannst ja was sagen”. Ja natürlich… ist doch auch normal, dass man das Interesse an einem Menschen erbetteln muss. Wobei …. doch, Interesse besteht – nämlich genau dann, wenn entweder irgendwelches Computerwissen, Vitamin-B oder irgendwelche medizinischen Hilfen benötigt werden. Allerdings auch da bleibt es maximal bei “Ey Olli hilf mal” und wenn es erledigt ist, ist man wieder da wo man vorher war. Allein gelassen.

Natürlich trage ich selbst auch genug Schuld daran. Zum einen sollte doch meine [Sarkasmus an] wundervolle [Sarkasmus aus] Kindheit & Jugend dafür gesorgt haben, dass ich verstehen müsste, wie wichtig eine stabile Familie ist und zum zweiten hätte mir nach dem Tod meiner Frau auch klar sein müssen, dass es die Menschen einen Scheiss interessiert, was aus einem wird. Es weiss ja sowieso jeder besser als man selbst.

Egal, …. Fakt ist, dass sich meine Kindheit wiederholt – und sich leider auch bei meinem Sohn spiegelt. Niemand interessiert sich für ihn oder was aus ihm wird. Niemand unterstützt ihn – mich sowieso nicht.

Eines sollte nur klar sein – 2020 hat uns gezeigt,